Inhalt der Website: Benediktierkloster Mariastein: Abtei zum heiligen Diakon und Blutzeugen Vinzenz in BEINWIL-MARIASTEIN. Gegründet um 1100 in Beinwil, nach Mariastein verlegt 1648, vom Staat reorganisiert (faktisch aufgehoben) 1874, wiederhergestellt 1970/71. Was Mariastein ganz besonders auszeichnet, ist die unterirdische Felsengrotte mit dem Gnadenbild, der lächelnden Madonna. Jahrein jahraus finden hier unzählige Menschen Ermutigung und Hilfe bei der Mutter vom Trost. Das Kloster ist Ort der Arbeit und vielfältiger Tätigkeiten, für die ein gesunder Rhythmus des Tagesablaufs vorgegeben ist. Die Arbeit ist ein notwendiger Dienst an der Gemeinschaft und bedeutet gleichzeitig Teilnahme am Schöpfungs- und Heilswirken Gottes.
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Gegründet um 1100 in Beinwil, nach Mariastein verlegt 1648, vom Staat reorganisiert (faktisch aufgehoben) 1874, wiederhergestellt 1970/71
CH-4115 Mariastein
Tel. +41 061 735 11 11
Fax +41 061 735 11 03
Homepage: www.kloster-mariastein.ch
Mariastein ist ein Muttergottes-Wallfahrtsort an der Dreiländerecke, dessen Ursprünge ins 14. Jahrhundert zurückgehen. Am Anfang steht die Legende von einem Kind, das über den Felsen stürzte und von Maria gerettet wurde. 1636 übernahmen die Benediktiner von Beinwil hier die Wallfahrtsseelsorge. Das Kloster Beinwil selber wurde um 1100 von Hirsau aus gegründet und erlebte nach einer kurzen Blütezeit einen allmählichen Niedergang, bedingt u.a. durch Feuersbrünste und Kriegsfolgen.
1555 ausgestorben, wurde es vom solothurnischen Rat mit Administratoren versehen. Im Gefolge der katholischen Reform nach der Reformationszeit bat der Rat von Solothurn die Abtei Einsiedeln, in Beinwil das benediktinische Leben wieder einzuführen. Pest und andere Umstände liessen den ersten Versuch scheitern. Doch es gelang hernach dem Rheinauer Mönch Urs Buri, in Beinwil wieder einen lebensfähigen Konvent heranzubilden, der sich 1633 in Fintan Kieffer wiederum einen Abt erkor. Dieser verlegte das Kloster vom Lüsseltal nach Mariastein. Klosteranlage und Kirche (Weihe 1655) entstanden. Eine kleine Klosterschule sicherte den klösterlichen Nachwuchs als einzige höhere Bildungsstätte der Region. Während der Französischen Revolution 1798 aufgehoben, durfte der Konvent 1802 ins verwüstete Kloster zurückkehren. In der Kulturkampfzeit wurde das Kloster 1874 vom Staat reorganisiert, was einer Aufhebung gleich kam.
Der Konvent übersiedelte 1875 nach Delle (Frankreich), doch durften Patres die Wallfahrt Mariastein und die Seelsorge auf den Klosterpfarreien weiterhin betreuen. 1901 musste Delle infolge der staatlichen Gesetze aufgegeben werden. Nach längerem Suchen - von 1902 - 1906 war der Sitz des Klosters im österreichischen Dürrnberg bei Hallein - wurde 1906 in Bregenz das St. Gallusstift eingerichtet und ausgebaut. Gleichzeitig wurde die Führung des Kollegiums von Karl Borromäus in Altdorf (Uri) übernommen. 1941 wurde der Konvent durch den Nationalsozialismus aus Bregenz vertrieben. Die Schweizer durften sich asylrechtlich wieder in Mariastein niederlassen.
1970/71 wurde das Kloster Mariastein vom Kanton Solothurn staatsrechtlich wiederhergestellt. Sofort wurde die Klosteranlage der dringenden baulichen Gesamterneuerung unterzogen. 1981 wurde die pädagogisch-schulische Tätigkeit in Altdorf aus Personalmangel aufgegeben und so nach über hundert Jahren alle Kräfte wieder auf Mariastein konzentriert.