Votivbilder und ihre Geschichten. Zeugnisse dankbaren Glaubens

Sam, 05.05.2018 - Mit, 31.10.2018

Wer den langen Gang hinunter zur Mariasteiner Gnadenkapelle geht, sieht an den Wänden viele steinerne Votivtafeln, zuweilen auch aus anderem Material. Sie bringen zum Ausdruck, dass hier Menschen Hilfe bei Krankheiten, in Lebensnöten oder anderen Bedrängnissen des Alltags erfahren haben, die sie der Fürbitte der Gottesmutter Maria zuschreiben.

Die meisten dieser neueren Tafel enthalten ein kurzes Dankeswort an Maria für erfahrene Gebetserhörung. Sie sind demnach ganz persönliche Glaubenszeugnisse, die Aussenstehende zur Kenntnis nehmen oder auf sich beruhen lassen können. An vielen Wallfahrtsorten trifft man auf solche Votivtafeln. Ursprünglich waren die Votivtafeln kleine Gemälde, die in einfacher Volkskunst die Not oder das Unglück darstellten, in denen Menschen eine Hilfe erfahren haben, die sie ihrer Überzeugung nach der Muttergottes oder einem Heiligen verdanken. Zusammen mit einer solchen bemalten Tafel wurde früher oft auch ein kurzer Bericht über das damals Erfahrene mitgegeben, welcher das dargestellte Ereignis erklären sollte. Daraus entstanden sog. Mirakelbücher.

In Mariastein existiert eine der frühesten Votivtafeln der Schweiz, das grosse sog. Mirakelbild in der Siebenschmerzenskapelle. Es stellt in szenischer Abfolge die wunderbare Rettung des Junkers Hans Thüring Reich von Reichenstein dar, geschehen im Jahre 1541.

Im Laufe der Jahre hatten sich in Mariastein viele solche einfach gemalte Votivtafeln angesammelt. Viele gingen allerdings im Verlaufe der Jahre zugrunde oder wurden gar entwendet. Einige der noch erhaltenen Votivbilder aus früheren Zeiten und Berichte über Gebetserhörungen sind in der diesjährigen Ausstellung des Klosters zu sehen. Dazu auch paar Tafeln, die keinen direkten Bezug zu Mariastein haben.

P. Lukas Schenker

Öffnungszeiten: Sonn- und Feiertage. Andere Tage bitte an der Klosterpforte melden. Vernissage: Sa. 05.05.|16 Uhr, Klosterhotel Kreuz

 

Parallel dazu findet im Klosterhotel die Gruppenausstellung «Als wär's ein Wunder» statt.                     

Vernissage Samstag 05.05., 16.00 Uhr im Klosterhotel Kreuz  

Ort: Kloster