Inhalt der Website: Benediktierkloster Mariastein: Abtei zum heiligen Diakon und Blutzeugen Vinzenz in BEINWIL-MARIASTEIN. Gegründet um 1100 in Beinwil, nach Mariastein verlegt 1648, vom Staat reorganisiert (faktisch aufgehoben) 1874, wiederhergestellt 1970/71. Was Mariastein ganz besonders auszeichnet, ist die unterirdische Felsengrotte mit dem Gnadenbild, der lächelnden Madonna. Jahrein jahraus finden hier unzählige Menschen Ermutigung und Hilfe bei der Mutter vom Trost. Das Kloster ist Ort der Arbeit und vielfältiger Tätigkeiten, für die ein gesunder Rhythmus des Tagesablaufs vorgegeben ist. Die Arbeit ist ein notwendiger Dienst an der Gemeinschaft und bedeutet gleichzeitig Teilnahme am Schöpfungs- und Heilswirken Gottes.
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Gegründet 934
CH-8840 Einsiedeln
Tel. +41 055 418 61 11
Fax +41 055 418 61 12
E-Mail: kloster(at)kloster-einsiedeln.ch
Homepage: www.kloster-einsiedeln.ch
Der geistige Ursprung Einsiedelns ist der heilige Meinrad, Benediktinermönch der Reichenau. Er verliess mit Erlaubnis seines Abtes die klösterliche Gemeinschaft und lebte als Einsiedler sieben Jahre auf der Etzelpasshöhe und dann fünfundzwanzig Jahre im "Finstern Walde"; aus seiner Zelle ist die heutige Marienkapelle geworden. - Der Eremit wurde am 21. Januar 861 durch zwei Raubmörder erschlagen.
Das Andenken an diesen heiligen Mönch lebte in einer Kolonie von Einsiedeln weiter, deren bedeutendster Benno war. Im Jahre 934 schloss der frühere Dompropst von Strassburg, Eberhard, die im "Finstern Wald" lebenden Einsiedler zu einer klösterlichen Gemeinschaft nach der Regel des heiligen Benedikt zusammen. Die junge Reichsabtei entfaltete sich und wurde bald zu einem Mittelpunkt des geistigen und religiösen Lebens für den ganzen süddeutschen Raum.
Um die Mitte des 12. Jahrhunderts führte eine Verkettung unglücklicher Umstände zu einem allmählich inneren Zerfall; erst nach der Reformation fand die Abtei den Weg zum vollen Ideal wieder zurück. Das 17. und 18. Jahrhundert brachten eine ungeahnte Blüte des monastischen Lebens und der Wallfahrt. Die religiöse Kraft und innere Stärke des Konvents fand ihren bleibenden, unvergleichlichen Ausdruck in der Schöpfung des jetzigen Klosterbaus und der Stiftskirche.
Eine schwere Prüfung bedeuteten die Kriegsjahre der Französischen Revolution. Im Mai 1798 wurde das Stift von den Truppen General Schauenburgs geplündert und besetzt; im September des gleichen Jahres erfolgte die Aufhebung. Die sogenannten Mediationsakte gaben 1803 Kirche und Kloster den im Exil lebenden Konventualen wieder zurück.
Das 19. Jahrhundert galt zunächst dem wirtschaftlichen und geistigen Wiederaufbau, dann aber einer dynamischen Entfaltung: Die bescheidene Klosterschule wurde zum heutigen Gymnasium ausgebaut; 1852 erfolgte die Gründung von St. Meinrad (USA); es folgten drei weitere Neugründungen in Nordamerika.
Im 20. Jahrhundert erweiterte sich erneut der Wirkungskreis: 1925 wurde die Landwirtschaftliche Schule in Pfäffikon übernommen; 1927 - 1964 leiteten Einsiedler Benediktiner das Collegio Papio in Ascona; 1948 wurden zwölf Mönche zur Gründung eines Klosters in Argentinien (Los Toldos) ausgesandt, das sich zu einer eigenständigen Abtei entwickelt hat.