Inhalt der Website: Benediktierkloster Mariastein: Abtei zum heiligen Diakon und Blutzeugen Vinzenz in BEINWIL-MARIASTEIN. Gegründet um 1100 in Beinwil, nach Mariastein verlegt 1648, vom Staat reorganisiert (faktisch aufgehoben) 1874, wiederhergestellt 1970/71. Was Mariastein ganz besonders auszeichnet, ist die unterirdische Felsengrotte mit dem Gnadenbild, der lächelnden Madonna. Jahrein jahraus finden hier unzählige Menschen Ermutigung und Hilfe bei der Mutter vom Trost. Das Kloster ist Ort der Arbeit und vielfältiger Tätigkeiten, für die ein gesunder Rhythmus des Tagesablaufs vorgegeben ist. Die Arbeit ist ein notwendiger Dienst an der Gemeinschaft und bedeutet gleichzeitig Teilnahme am Schöpfungs- und Heilswirken Gottes.
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Gegründet um 1090 in Scuol (Schweiz), transferiert nach Marienberg (Südtirol) 1146, unterdrückt 1807, wiedererrichtet 1816
I-39024 Mals
Tel. +390473 831 306
Fax +390473 830 663
E-Mail: info(at)marienberg.it
Homepage: www.marienberg.it
Marienberg ist eine Stiftung der Edlen von Tarasp aus dem 12. Jahrhundert. Es liegt wie eine Gralsburg 1340 m ü.M. und ist damit die höchstgelegene Benediktinerabtei in Europa. In der Einsamkeit und Stille der Berge schufen hier die ersten Mönche aus Ottobeuren eine Stätte liturgischen Gebetes und emsiger Arbeit.
Die noch gut erhaltenen romanischen Fresken in der Krypta bezeugen, wie sich die Mönche von Anfang an bemühten, beim Psalmengesang "im Angesicht Gottes und seiner Engel" Geist und Wort in Einklang zu bringen. Das war ihnen Kraftquelle für ihre äussere Tätigkeit. Seit Anfang der Klostergründung betreuten sie seelsorgerisch die Pfarre Burgeis und das Tal Schlinig; um die Mitte des 13. Jahrhunderts kam noch die Pfarrei St. Martin und Platt in Paseier dazu. Zudem eröffneten die Mönche im Kloster eine kleine Schule.
Sehr wechselhaft ist Marienbergs Geschichte im Laufe der Jahrhunderte. So stand das Kloster am Ende des 16. Jahrhunderts vor der Auflösung, die aber vom Papst und der tirolischen Landesregierung aus politischen und religiösen Gründen verhindert wurde. Eine grosse Wende und neue Blüte setzte anderseits mit Abt Matthias Lang aus Weingarten am Anfang des 17. Jahrhunderts ein: die Zahl der Mönche vermehrte sich zusehends, und im Jahre 1724 konnte die Abtei in Meran ein humanistisches Gymnasium gründen, dem bald darauf ein Knabenkonvikt angeschlossen wurde.
Einen Rückschlag brachte wiederum das Jahr 1807, in dem das Kloster durch die Bayerische Regierung aufgehoben, die Mönche vertrieben und Kloster, Kirche, Archiv und Bibliothek wertvoller Bestände beraubt wurden. Auch das Meraner Gymnasium ging ein. Doch 1816 wurde das Stift auf Wunsche des Kaisers Franz II. wiederhergestellt und in Meran das Gymnasium weitergeführt. Letzteres wurde im 19. Jahrhundert ein Bildungszentrum ersten Ranges. Die Benediktiner Pius Zingerle, Orientalist, Albert Jäger, Historiker und Gründer des österreichischen Institutes für Geschichtsforschung in Wien, sowie Beda Weber, Dichter, Germanist und Abgeordneter Tirols im Frankfurter Parlament, waren ein leuchtendes Dreigestirn dieses Gymnasiums, das 1928 durch politischen Druck seine Tore schliessen musste.
Das Privatgymnasium, das im Kloster 1946 eingerichtet worden ist, um minderbemittelten Schülern ein Oberschulstudium zu ermöglichen, ist 1986 mit Rücksicht auf eine gewandelte Situation geschlossen worden. Nach einer langen Schultradition versuchen die Marienberger Mönche nun, in der religiösen Erwachsenenbildung ihre Aufgabe in der Kirche von heute zu erfüllen.