Concerts

Sonntag, 2. Januar, 16 Uhr Neujahrskonzert

Barocke Orgelmusik von Johann Sebastian Bach, Claude Balbastre, Georg Friedrich Händel, Louis-Claude Daquin W. A. Mozarts Klarinettenkonzert in A-Dur KV 622

Benjamin Guélat, Orgel
Franziska Baschung, Klarinette

Kollekte

Das Konzert für Soloinstrument und Orchester erfuhr an seinen Anfängen in der Barockzeit grosse Beliebtheit, auch ausserhalb seines Herkunftslandes Italien. Die Concerti italienischer Komponisten wurden gespielt, studiert, dienten als Vorbilder für Neukompositionen; In den beiden anderen Konzerten des Programms, Händels Orgelkonzert in g-Moll und Mozarts berühmtem Klarinettenkonzert, übernimmt die Orgel die Rolle des Orchesters, während ein anderes Manual bzw. die Klarinette, den solistischen Part spielt.


Sonntag, 27. Februar, 16 Uhr

Die Faszination der 12 Sibyllen Orlando di Lasso (1532-1594) Prophetiae Sibyllarum Franz Rechsteiner (*1941) Sibyllen
Basler Madrigalisten
Colla Voce Consort
Raphael Immoos, Leitung

Preis: Fr. 30.- Ticker: www.eventfrog.ch und Abendkasse

Eine Aura des Mysteriösen umgibt die rätselhaften Prophezeiungen der antiken Seherinnen, die Orlando di Lasso ebenso transzendent und in einer für seine Zeit ausserordentlich kühnen, chromatischen Tonsprache vertonte. Bereits die Literatur der Kirchenväter verstand die Sibyllen als vorchristliche Künderinnen Gottes. Lassos berühmte «Prophetiae Sibyllarum» werden von Franz Rechsteiner in einer Komposition für die Basler Madrigalisten und das ARTE Quartett mit vier Saxophonen klangvoll reflektiert, deren aerophone Tonqualität die verschiedenen Stilebenen der Kompositionen übergangslos miteinander verwebt.
 

Sonntag, 29. Mai, 16.00 Uhr Konzerteinführung, 15.00 Uhr

Verborgene Botschaften Werke von William Byrd (1543-1623)
The Society of Voices
Christoph Anzböck, Orgel

Kollekte

Die Abkehr Englands von der katholischen Kirche und die Gründung der anglikanischen Kirche durch Heinrich VIII. im 16. Jahrhundert zwang in den folgenden Jahrzehnten jene Menschen, die an der alten Kirche festhalten wollen, ihre Religion im Verborgenen zu praktizieren, da ihnen sonst hohe Strafen bis hin zum Tod drohten. Inmitten dieser Wirren stand William Byrd, Gentleman of the Chapel Royal, führender Musiker des elisabethanischen Englands, Günstling der Königin und überzeugter Katholik. Als Komponist von lateinischen Motetten und Musik, die dezidiert für katholische Gottesdienste bestimmt war, spielte er ein äusserst gefährliches Spiel.


Sonntag, 3. Juli, 16.00 Uhr

Sommerkonzert
Werke von Chick Corea, Johannes Matthias Michel u.a.

Christoph Mauerhofer, Orgel
Noby Lehmann, Schlagzeug
Stefan Fröhlicher, Trompete

Kollekte

In sommerlich lockerem Rahmen erklingen Originalkompositionen, Arrangements und eigene Kompositionen der drei Musiker aus dem Jazz- und Rockbereich. Eine ungewöhnliche Kombination, wenn man die Instrumentierung bedenkt (Orgel, Trompete, Schlagzeug). Doch genau das ist das Ziel: den Kirchenraum und die Orgel in ein völlig neues Licht zu stellen. Weder abgestaubt noch ernst. Rockig und cool!


Sonntag, 11. September, 16.00 Uhr

Bagatellen Werke von A. Dvořák, C. Ph. E. Bach und L. v. Beethoven

SONOS Trio
Stefanie Bischof, Violine
Martina Bischof, Violine
Viola Andrea Bischof, Violoncello

Kollekte

Das Konzert «Bagatellen» steht ganz im Zeichen der Kammermusik. «Malickosti» (dt. Kleinigkeiten) heissen ursprünglich die Bagatellen op. 47 von Antonín Dvorák. Aus einfachem liedhaften Material entwickelt Dvorák virtuos brillante Stücke für Streichtrio, die Orgel übernimmt hier den Part des begleitenden Harmoniums. Anschliessend kommt die grosse Orgel mit Carl Philipp Emanuel Bachs vierter Orgelsonate solistisch voll zur Geltung, prächtig, galant und empfindsam. Den Schlusspunkt des Konzerts bildet das Streichtrio Es-Dur, op. 3. des jungen Ludwig van Beethoven. Einflüsse von Mozart und Haydn sind in diesem Frühwerk hörbar und verbinden sich mit Beethovens eigenem unverwechselbaren Stil.
 

Sonntag, 30. Oktober, 16.00 Uhr Konzerteinführung, 15.00 Uhr

Tod und Leben
Marc-Antoine Charpentier (1643-1704)
- De profundis H. 7
- Prose des morts (Dies irae) H.

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
- Actus tragicus (Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit, BWV 106)

ensemble ad·petram
Christoph Anzböck

Leitung Preis: Fr. 30.- Ticker: www.eventfrog.ch und Abendkasse

In diesem Konzert treffen zwei musikalische Welten aufeinander. Zunächst erklingen Vertonungen des 130. Psalms, «Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir», und der Sequenz «Dies irae» aus einem Requiem des französischen Barockkomponisten Marc-Antonie Charpentier, die Klage und Reue im Angesicht des Todes thematisieren und den Blick darüber hinaus auf das Ende der Zeiten richten. Darauf folgt die Kantate «Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit» von J. S. Bach, die auch den Titel «Actus tragicus» trägt. Der im ersten Teil dieser Kantate dargestellten Sicht des Alten Testaments auf das Sterbethema stellt der zweite Teil die Sicht des Neuen Testaments gegenüber; die Ablösung des alten durch den neuen Bund bestimmt den symmetrischen Aufbau der Kantate.


Sonntag, 20. November, 16.00 Uhr

Mondenglanz
Werke von Joachim Raff (1822-1882) zum 200. Geburtstag Basler Madrigalisten Raphael Immoos, Leitung

Preis: Fr. 30.- Ticker: www.eventfrog.ch und Abendkasse

Durch die Wiederentdeckung der Romantik rückt auch das Schaffen des Schweizer Komponisten Joachim Raff (1822– 1882) wieder mehr in den Fokus. Seine Werke a cappella für gemischten Chor sind zahlenmässig überschaubar und füllen ungefähr eine Stunde Musik – ideal für ein Konzert. Acht Werke, je nach Zählweise auch sieben, haben geistlichen Inhalt. Dabei handelt es sich um echte Entdeckungen, die bisher trotz ihrer kunstvollen Vielstimmigkeit bis zu acht Stimmen und Doppelchor kaum beachtet wurden.


Konzertkommission

Christoph Anzböck, Organist Kloster Mariastein und Kirchenmusiker (Leitung)

P. Armin Russi OSB, Verantwortlicher Kirchenmusik Kloster Mariastein

Prof. Raphael Immoos, Chorleiter und Dirigent (Basler Madrigalisten)

Christoph Kaufmann, Organist, Cembalist, Chorleiter